Landesregierung zieht Bilanz: Brandenburgischer Arbeitsmarkt 2025 vergleichsweise widerstandsfähig
Potsdam, 7. Januar 2026. Die herausfordernde konjunkturelle Lage der deutschen Wirtschaft hat auch das brandenburgische Arbeitsmarktgeschehen im vergangenen Jahr 2025 erkennbar bestimmt. Die gedämpfte Konsumnachfrage, die anhaltend schwache Exportdynamik und globale Unsicherheiten wirken sich spürbar auf den Arbeitsmarkt aus. Die Rezession in der Industrie führte bundesweit zu Stellenabbau und einer zurückhaltenden Einstellungstätigkeit der Betriebe.
Vor diesem Hintergrund ist die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen im Land Brandenburg um 4,4 Prozent auf 86.413 angestiegen. „Die deutsche und brandenburgische Wirtschaft stehen angesichts der diversen Herausforderungen unter starkem Druck – insbesondere die Industrie. Das wirkt sich ebenso auf den Arbeitsmarkt aus. Wir setzen als Landesregierung alles daran, Arbeitsplätze zu erhalten und stehen fest an der Seite der Betriebe und Beschäftigten. Für 2026 kommt es darauf an, die wirtschaftliche Dynamik wieder zu stärken und gezielte Wachstumsimpulse – insbesondere durch die Infrastrukturinvestitionen – zu setzen“ betont Wirtschafts- und Arbeitsminister Daniel Keller.
Im Bundesländer-Vergleich zeigt sich der brandenburgische Arbeitsmarkt aber vergleichsweise robust. Brandenburg verzeichnete neben Thüringen mit 6,4 Prozent auch in diesem Jahr die geringste jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote unter den ostdeutschen Bundesländern. Die jahresdurchschnittliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Brandenburg ist trotz der schwierigen Konjunktur stabil geblieben. Insbesondere im Dienstleistungsbereich und hier vor allem im Gesundheitswesen sowie im Gastgewerbe konnten Zuwächse verzeichnet werden.
Zwar ist der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig, doch bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in vielen Branchen ungebrochen hoch: „Der Fachkräftemangel bleibt die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre. Unsere Antwort als Landesregierung darauf ist klar: Wir bieten den Unternehmen Unterstützung bei der Aktivierung der vorhandenen Arbeits- und Fachkräftepotentiale, setzen konsequent auf die Stärkung der beruflichen Ausbildung zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses und unterstützen Betriebe und Beschäftigte bei der Qualifizierung und Weiterbildung. Zur Sicherung unserer Fachkräftebasis sind wir aber auch auf zusätzliche Beschäftigungspotenziale angewiesen – ohne internationale Fach- und Arbeitskräfte geht es nicht. Hierzu ergreifen wir als Landesregierung Maßnahmen zur gezielten Anwerbung und Integration ausländischer Fachkräfte in den brandenburgischen Arbeitsmarkt“, ergänzt Daniel Keller.
Obwohl für das kommende Jahr noch keine generelle Trendwende auf den regionalen Arbeitsmärkten erwartet wird, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) punktuell positive Entwicklungen für den märkischen Arbeitsmarkt. So wird für Brandenburg mit +0,5 Prozent das zweitstärkste Beschäftigungswachstum deutschlandweit nach Hamburg (+0,9 Prozent) erwartet. Die Arbeitslosenquote im Land Brandenburg dürfte mit 6,4 Prozent weitgehend unverändert bleiben und weiterhin unter dem prognostizierten ostdeutschen Durchschnitt von 7,9 Prozent liegen.
Aus dem Arbeitsmarktbericht:
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 2025 im Land Brandenburg 85.503 Menschen arbeitslos, davon 36.782 Frauen (43 Prozent) und 48.721 Männer (57 Prozent). Das sind 1.230 Personen (+1,5 Prozent) mehr als im November 2025 und 1.990 Personen (+2,4 Prozent) mehr als im Dezember 2024.