Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (MWAEK)

 

Einblicke in die berufliche Praxis für die Berufswahl nutzen

Arbeitsmarktzahlen für März liegen vor – Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent

Potsdam 28. März 2025. „Der Arbeitsmarkt in Brandenburg zeigt sich aktuell recht stabil. Obwohl die deutschlandweit schwache Konjunktur mittlerweile auch bei uns spürbar ist, ist die Arbeitslosenquote im März gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt aktuell bei 6,5 Prozent. Das ist ein Hoffnungsschimmer. Insgesamt zeigt sich, dass Fachkräfte weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Menschen ohne eine Ausbildung. Vor diesem Hintergrund ist es enorm wichtig, sich frühzeitig Gedanken über die Berufswahl zu machen.“  Das sagte Arbeitsminister Daniel Keller anlässlich des heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktberichts für den Monat März.

. Eine gute Möglichkeit, die Vielfalt der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu entdecken, biete der „Zukunftstag für Mädchen und Jungen im Land Brandenburg“. Unternehmen, Handwerksbetriebe, Hochschulen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen öffnen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7, um ihnen Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen. Der Zukunftstag findet am 3. April statt. Nähere Informationen hierzu gibt es auf der Webseite https://zukunftstagbrandenburg.de/

„Die Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten ist für viele junge Menschen Fluch und Segen zugleich. Zwar ist für jede und jeden etwas dabei, aber die Vielzahl an Möglichkeiten kann überfordern“, sagte der Minister. „Neben Eltern, Lehrkräften oder Berufsberatern, die bei der Auswahl unterstützen, bringen vor allem Praxiseinblicke die Jugendlichen bei ihrer Entscheidung für einen Beruf voran.“ Daher sei er dankbar, dass sich auch in diesem Jahr viele Brandenburger Betriebe am Zukunftstag beteiligen. „Junge Menschen erhalten spannende Einblicke in die Berufswelt und haben die Chance sich zu erproben“, so Keller. An die Schülerinnen und Schüler appelliert der Minister, sich von veralteten Berufsvorstellungen zu lösen. „Es ist überholt zu denken, dass sich bestimmte Berufe weniger oder gar nicht für Frauen eignen. Viele Berufsbilder haben sich verändert und sind sehr modern – nicht zuletzt dank zukunftsweisender Technologien. Es wäre schade, wenn Mädchen und junge Frauen bestimmte Berufe von vorn herein für sich ausschließen würden – zumal dann, wenn diese mit guten Verdienst- und Karrierechancen einhergehen.“

Neben dem Zukunftstag bieten auch Praktika eine gute Entscheidungshilfe für den späteren Karriereweg. Junge Menschen können sich dadurch eine bessere Vorstellung von realen Arbeitsabläufen machen und wissen anschließend, was sie im jeweiligen Beruf wirklich erwartet.

„Ein Gewinn für die jungen Menschen und die Betriebe gleichermaßen sind Praktika insbesondere dann, wenn das Praktikum sorgfältig vorbereitet, strukturiert durchgeführt und gut nachbereitet wird“, sagte Minister Keller. Betriebe, die Tipps und Unterstützung für ein qualifiziertes Praktikumsangebot suchen, können sich bei den aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) geförderten Servicestellen Verbundausbildung melden. Diese helfen bei der gemeinsamen Entwicklung eines Talentprofils sowie eines Praktikumsplans. Außerdem können Schulungen im Unternehmen organisiert werden, um interne Praktikumsbegleiter zu qualifizieren. Diese Angebote dienen dazu, Jugendlichen ein talentorientiertes und spannendes Praktikum anzubieten und die Chancen zu erhöhen, dass nach dem Praktikum ein Ausbildungsvertrag geschlossen wird.

Kontaktdaten der Servicestellen Verbundausbildung finden Sie hier.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im März 2025 in Brandenburg 87.636 Menschen arbeitslos, davon 37.553 Frauen (42,9 Prozent) und 50.083 Männer (57,1 Prozent). Das sind 1.287 Personen weniger als im Februar und 4.184 Personen mehr als im März 2024.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 10,6 Prozent auf 8.237 gestiegen. Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 31.532 Personen gestiegen.